13. Juli 2026 · 4 Min.

Perseiden 2026: wann der Sternschnuppenregen sein Maximum erreicht

Die Perseiden erreichen ihr Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 — erstmals seit Jahren bei Neumond. Wann und wo man schaut und wie man nichts verpasst.

Perseiden 2026: wann der Sternschnuppenregen sein Maximum erreicht

Wer nach „Sternschnuppen 2026“ oder „wann ist der nächste Sternschnuppenregen“ sucht, meint fast immer die Perseiden. Sie sind der berühmteste Meteorstrom der Nordhalbkugel: warme Augustnächte, bis zu hundert Meteore pro Stunde — und 2026 fällt das Maximum auf Neumond. Diese Kombination gibt es nur alle paar Jahre.

Wann man die Perseiden 2026 beobachtet

Der Strom ist vom 17. Juli bis 24. August aktiv — vereinzelte „August-Sternschnuppen“ lassen sich fast einen Monat lang erwischen. Das eigentliche Schauspiel passiert aber in einem engen Fenster um das Maximum:

  • Das Maximum ist die Nacht vom 12. auf den 13. August 2026.
  • Auch die Nachbarnächte sind stark: 11.–12. und 13.–14. August.
  • Die beste Zeit ist nach Mitternacht bis zur Dämmerung. Gegen Morgen steigt der Radiant höher und die Erde dreht sich dem Strom entgegen — die Raten steigen deutlich. Am Abend des 12. August sieht man einzelne Meteore, nach 1–2 Uhr Dutzende.

Unter dunklem Landhimmel sind im Maximum realistisch 60–90 Meteore pro Stunde drin; die theoretische ZHR der Perseiden liegt bei etwa 100.

Was die Perseiden sind

Jeden August durchquert die Erde die Staubspur des Kometen 109P/Swift–Tuttle. Sandkorngroße Teilchen treffen mit rund 59 km/s auf die Atmosphäre und verglühen als helle Streifen. Durch die Perspektive scheinen alle aus einem Punkt zu kommen — dem Radianten im Sternbild Perseus, das dem Strom den Namen gibt.

Die Perseiden sind für helle Meteore und Feuerkugeln bekannt, deren Leuchtspuren mehrere Sekunden stehen bleiben. Auf Perseus selbst starren muss man nicht: Die längsten Meteore blitzen 40–60° vom Radianten entfernt auf — leg dich hin und überblicke möglichst viel Himmel.

Bedingungen 2026: Maximum bei Neumond

Der Hauptfeind jedes Sternschnuppenregens sind nicht Straßenlampen, sondern der Mond. In den letzten Jahren hat ein heller Mond die meisten schwachen Perseiden geschluckt. 2026 ist anders: Am 12. August ist Neumond — in der Maximumsnacht steht kein Mond am Himmel.

Das bedeutet die ganze Nacht einen wirklich dunklen Himmel: sichtbar sind nicht nur helle Feuerkugeln, sondern auch die schwachen Meteore, die in Mondjahren untergehen. Bei den Mondbedingungen sind die Perseiden 2026 der beste Sternschnuppenregen des Jahres — auf ein so günstiges Maximum muss man danach mehrere Jahre warten.

Wo man schaut: raus aus der Lichtverschmutzung

In der Stadt überleben selbst bei Neumond nur die hellsten Meteore. Schon 20–30 km außerhalb vervielfacht sich die Zahl der sichtbaren Meteore.

Die Lichtverschmutzungskarte hilft, dunklen Himmel in der Nähe zu finden: Ziel sind grüne und blaue Zonen — Bortle-Klasse 3–4, wo die Milchstraße mit bloßem Auge sichtbar ist. Sieh auch nach, welche Sternschnuppen heute zu sehen sind — im August überlappen sich die Perseiden mit den Delta-Aquariiden, es gibt also noch mehr Meteore.

Wetter prüfen

Das Einzige, was die Maximumsnacht verderben kann, sind Wolken. Öffne ein bis zwei Tage vor dem 12. August die Astrowetter-Prognose: Sie zeigt die Bewölkung nach Schichten mehrere Tage im Voraus und eine Nacht-Bewertung von 0 bis 100. Sind über deinem Standort dichte Wolken angesagt, rettet oft ein Ausweichen um 50–100 km Richtung klaren Himmels die Nacht.

Praktische Tipps

  • Kein Teleskop nötig. Meteore beobachtet man mit bloßem Auge — Optik engt nur das Blickfeld ein.
  • Augen anpassen lassen. Die Dunkeladaption dauert 20–30 Minuten, ein Blick aufs helle Handydisplay setzt sie zurück. Wenn Licht nötig ist: rote Taschenlampe.
  • Nicht auf den Radianten starren. 40–60° von Perseus entfernt sind die Meteore am längsten. Nach Mitternacht steht Perseus im Nordosten.
  • Mach es dir bequem. Liegestuhl oder Matte, Schlafsack, Thermoskanne: Auch eine Augustnacht kühlt nach ein paar Stunden aus.
  • Plane eine Ersatznacht. Ist der 12. August bewölkt, liefern die Nächte vom 11. und 13. August nur wenig weniger Meteore.

Fragen & Antworten

Wann ist der Sternschnuppenregen im August 2026?

Das Perseiden-Maximum ist die Nacht von Mittwoch, 12. August, auf Donnerstag, 13. August 2026. Aktiv ist der Strom vom 17. Juli bis 24. August; die Nachbarnächte des Maximums sind ebenfalls gut.

Um wie viel Uhr schaut man die Perseiden?

Das beste Fenster ist von Mitternacht bis zur Dämmerung: Der Radiant steigt, die Raten wachsen. Erste Meteore erscheinen gegen 22–23 Uhr, vor Mitternacht sind es aber deutlich weniger.

Wie viele Meteore sieht man?

Unter dunklem Landhimmel in der Maximumsnacht 60–90 pro Stunde. In der Stadt mehrfach weniger — die Lichtverschmutzung verschluckt die schwachen.

Kann man Sternschnuppen in der Stadt sehen?

Helle Feuerkugeln ja, aber die meisten Meteore gehen im Lichtschein unter. Besser 20–30 km rausfahren; die Lichtverschmutzungskarte findet einen dunklen Platz in der Nähe.

Stört der Mond 2026?

Nein — genau das macht 2026 besonders: Das Maximum fällt auf Neumond, die ganze Nacht steht kein Mond am Himmel. Das sind die besten Mondbedingungen für die Perseiden seit Jahren.


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